Teilnahme an der China Shaanxi–Deutschland Thüringen Photonik-Industrie-Matchmaking-Konferenz
Am 27. November Konferenz zur Anbahnung von Geschäftstreffen in der Photonikbranche zwischen China (Shaanxi) und Deutschland (Thüringen)Die Veranstaltung fand im Xi’an Institut für Optik und Feinmechanik (XIOPM) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften statt. Sie wurde gemeinsam vom Büro für Auswärtige Angelegenheiten des Parteikomitees der Provinz Shaanxi, der Shaanxi-Volksvereinigung für Freundschaft mit dem Ausland und dem XIOPM ausgerichtet.
Die Konferenz wurde von Herrn Cao Hui, Oberinspektor des Provinzamtes für Auswärtige Angelegenheiten, geleitet. Mehr als 20 Vertreter der Wirtschaftsförderungsagentur Thüringen, relevanter Abteilungen der Provinz Shaanxi, Universitäten und Unternehmen nahmen an dem Treffen teil.

Bild: Konferenzszene
Bei der Veranstaltung stellte Herr Holger Hayer, Leiter der Investitionsabteilung der Thüringer Wirtschaftsförderungsagentur, die Industrielandschaft Thüringens vor. Vertreter des Wissenschafts- und Technologieministeriums der Provinz Shaanxi sowie des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie informierten über technologische Innovationen und wichtige industrielle Wertschöpfungsketten in der Provinz. Teilnehmende Universitäten und Unternehmen tauschten sich über ihre Zusammenarbeit mit dem Abbe Center of Photonics der Universität Jena, die Entwicklung der Photonik- und Optikindustrie in Shaanxi, Geschäftsaktivitäten und Kooperationsbedarf mit deutschen Unternehmen aus.
Thüringen, im Herzen Deutschlands gelegen, blickt auf eine lange Industrietradition zurück. Seit über 150 Jahren ist es Standort der Optik- und Glasverarbeitungsindustrie, heute mit mehr als 220 Unternehmen der Branche. Jena, die drittgrößte Stadt des Bundeslandes, ist ein bedeutendes Zentrum der optischen Industrie. Präzisionsfertigung Jena ist außerdem Geburtsort der renommierten Glasfabriken Carl Zeiss und Schott und wird oft als „Stadt des Lichts“ bezeichnet.

Bild: Herr Holger Hayer, Leiter Investitionen, Thüringische Wirtschaftsförderungsagentur
Zu den besprochenen Themen gehörte die Entwicklung der Photovoltaik. Schneidgeräte China war von besonderem Interesse. Der Sektor profitierte von nationalen Strategien, die die Bedeutung erneuerbarer Energien hervorheben. In den letzten Jahren hat die chinesische Regierung die Photovoltaikbranche aktiv gefördert und technologische Innovationen sowie die Modernisierung der Anlagen unterstützt.
Im Februar 2024 erließ das Generalsekretariat des Staatsrats die Meinungen zur Beschleunigung der Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für die AbfallverwertungDazu gehörten Richtlinien für das Recycling ausrangierter Wind- und Photovoltaikanlagen sowie die Einrichtung eines verantwortungsvollen Entsorgungsmechanismus für diese Anlagen.
Photovoltaik-Schneidanlagen sind Spezialmaschinen zum Schneiden von Solarzellen und Siliziummaterialien, die für die Solarenergieerzeugung unerlässlich sind. Diese Maschinen schneiden große Siliziumblöcke oder -wafer präzise in dünne Scheiben, um die anschließende Herstellung von Solarmodulen zu erleichtern. Zu den gängigen Technologien gehört das Laserschneiden. Drahtschneidenund Wasserstrahlschneiden gewährleisten hohe Präzision, Effizienz und minimalen Materialverlust – und steigern so die Leistung und den Ertrag von Photovoltaikprodukten. Im Jahr 2023 erreichte der Markt für Photovoltaik-Schneidanlagen in China ein Volumen von rund 6,44 Milliarden RMB.
Mit der fortschreitenden Industrialisierung weltweit und dem stetig steigenden Energiebedarf werden die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien immer wichtiger für die Energieversorgungssicherheit und eine nachhaltige Entwicklung. Die Photovoltaikbranche, ein Schlüsselsegment der erneuerbaren Energien, verzeichnet ein beispielloses Wachstum und treibt damit die Nachfrage nach leistungsstarken Photovoltaik-Schneidanlagen an.

Abbildung: Photovoltaik-Schneideausrüstung


Abbildung: Photovoltaik-Reinigungsmaschine
Nach dem Treffen besuchte die Delegation aus Thüringen das Attosekunden-Wissenschafts- und Technologie-Forschungszentrum und die Hard Technology Community am XIOPM und gewann so einen tieferen Einblick in die Leistungen von Shaanxi in den Bereichen Photonik, Optik und verwandten Hightech-Industrien.
Die Veranstaltung hat das gegenseitige Verständnis zwischen der Provinz Shaanxi und Thüringen erfolgreich vertieft und eine solide Grundlage für die künftige pragmatische Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Industrie sowie Wissenschaft und Technologie geschaffen.

Abbildung: Gruppenfoto der Teilnehmer

